Rat für Kulturelle Bildung e. V. –
eine starke Allianz für Kulturelle Bildung!

Der Verein „Rat für Kulturelle Bildung e. V.“ mit Geschäftsstelle in Essen wird von einem Stiftungsverbund getragen, dem sieben Stiftungen angehören. Der Zusammenschluss ermöglicht es den Stiftungen, gemeinsam starke Impulse für die Weiterentwicklung und Verankerung Kultureller Bildung auf zwei Ebenen zu geben:

Diskurspolitik - durch den unabhängiger Expertenrat „Rat für Kulturelle Bildung“
Forschung - durch den „Forschungsfonds Kulturelle Bildung“

20.11.2018

Vorschau 2018/19

Pressemitteilungen

Vorschau auf kommende Projekte des Rates für Kulturelle Bildung e. V. 2018/2019:

Expertenrat: Zwei Publikationen zum Themenschwerpunkt "Kulturelle Bildung und Digitalisierung" | Forschungsfonds Kulturelle Bildung: Vier neue Forschungsvorhaben

Zum Themenschwerpunkt „Kulturelle Bildung und Digitalisierung“

Der aktuelle Themenschwerpunkt des Rates für Kulturelle Bildung lautet "Kulturelle Bildung und Digitalisierung". Hierzu veröffentlicht der Rat drei Publikationen: Am 6. September 2018 erschien bereits die Studie "Bibliotheken/Digitalisierung/Kulturelle Bildung. Horizont 2018", die mit den Öffentlichen Bibliotheken eine der am meist frequentierten Kultureinrichtungen Deutschlands untersuchte. Erstmals erhob die Studie repräsentative Daten über die Auswirkungen der Digitalisierung in Bibliotheken im Hinblick auf die Rolle und Funktion Kultureller Bildung. Die Publikation gewann Erkenntnisse aus dem Inneren einer Kulturinstitution durch die Befragung von 1.900 Bibliotheksleitungen. Das unabhängige Expertengremium, dem elf Mitglieder angehören, leitete aus den Ergebnissen Empfehlungen für Bibliotheken und Bildungseinrichtungen sowie politische Forderungen, wie die Einführung von Bibliotheksgesetzen in allen Bundesländern, ab. Die Studie ist auf der Website verfügbar unter "Publikationen".
 

In einer Grundlagenreflexion zum Themenkomplex "Kulturelle Bildung, Digitalisierung, Schule" befassen sich die Ratsmitglieder zum Jahresbeginn 2019 mit digitaler Bildung in Schulen und werfen in diesem Zusammenhang einen unerwarteten Blick auf die Kulturelle Bildung. Die Digitalisierung findet in den Schulen nur verzögert Widerhall, zudem ist die Debatte auf Ausstattungs- und Technikfragen fixiert. Dass Digitalisierung auch ein kultureller Prozess ist, findet zu wenig Beachtung. Aber gerade in dieser Betrachtungsweise besteht ein großes Potenzial, Schülerinnen und Schüler mit und durch Kulturelle Bildung im Kontext von Digitalisierung auf die Zukunft vorzubereiten, wie die Denkschrift "Alles immer smart" zeigt. Sie gibt zudem Anregungen für die schulische Praxis, wie durch Kulturelle Bildung bereichernde, substanzielle Erfahrungen ermöglicht werden können, die gerade im Zeitalter der Digitalisierung unerlässlich sind.
Autorentexte der einzelnen Ratsmitglieder geben in einem zweiten Teil der Denkschrift Einblicke in die Auswirkungen der Digitalisierung auf die unterschiedlichen Kunst-, Gesellschaft- und Wissenschaftsbereiche. Damit weiten sie den Blick über den schulischen Zusammenhang hinaus und erschließen den größeren gesellschaftlichen Kontext, in dem sich der kulturelle Prozess der Digitalisierung vollzieht.
 

In der nachfolgenden Studie, "Webvideos/Jugend/Kulturelle Bildung. Horizont 2019" (Arbeitstitel, Erscheinungstermin Juni 2019), geht es um junge Nutzer von digitalen Angeboten: Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren werden zu ihrem Umgang mit Webvideos im Bereich Bildung, Kreativität und Kultur befragt. Unter anderem soll die Studie Aufschluss über mögliche neue Formen kultureller Teilhabe sowie über selbstgesteuerte Bildungsprozesse Jugendlicher geben, z. B. durch die Nutzung von Bildungs- und Lernangeboten. Welche Möglichkeiten bieten Plattformen von Webvideos, um selbst kreativ zu werden, zu lernen und kulturelle Bereiche zu erschließen? Und welche Auswirkungen hat dies auf den Einzelnen und sein Lernverhalten, aber auch auf das Lehren und Lernen an Bildungs- und Kulturorten wie Schulen, Museen, Theatern, Musik- oder Tanzschulen?

Expertenrat

Der Rat für Kulturelle Bildung ist ein unabhängiges Beratungsgremium, das sich umfassend mit der Lage und der Qualität Kultureller Bildung in Deutschland befasst. Ihm gehören elf Mitglieder an, die verschiedene Bereiche der Kulturellen Bildung repräsentieren: Tanz- und Theaterpädagogik, Musik- und Literaturvermittlung, Erziehungswissenschaften, Medienpädagogik, Pädagogik, Politische Bildung, Soziologie, Kulturelle Bildung und die Künste. Der Rat für Kulturelle Bildung ist eine Initiative der Bertelsmann Stiftung, Deutsche Bank Stiftung, Karl Schlecht Stiftung, PwC-Stiftung, Robert Bosch Stiftung, Stiftung Mercator und der Stiftung Nantesbuch.

 

 

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Forschungsfonds Kulturelle Bildung

 

Der Stiftungsverbund Rat für Kulturelle Bildung e. V. hat im September 2018 vier neue Forschungsvorhaben im Rahmen seines Projektes "Forschungsfonds Kulturelle Bildung" bewilligt. Sie werden von 2018 bis 2021 mit rund 1,3 Mio. Euro gefördert. Die interdisziplinären Projekte gehen der Frage nach, wie Angebote Kultureller Bildung in der Schule sowie in der Fort- und Weiterbildung angehender Führungskräfte beschaffen sein müssen, um Persönlichkeitsentwicklung, Teilhabe und Good Leadership zu befördern. Beteiligt sind Projektteams der Frankfurt University of Applied Sciences, der Hochschule für Musik Mainz, der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, der Musikhochschule Lübeck, der Universität Bremen und der Universität Göttingen. Gefördert wird das Vorhaben durch die Stiftung Mercator und die Karl Schlecht Stiftung. Der "Forschungsfonds Kulturelle Bildung. Studien zu den Wirkungen Kultureller Bildung" war 2015-2017 mit einer ersten Laufzeit und sechs Projekten über die Wirkungen Kultureller Bildung gestartet. Die Ergebnisse wurden im Juni 2017 veröffentlicht und stehen zum Download auf der Website bereit unter "Forschung".

 

 

Die Forschungsprojekte im „Forschungsfonds Kulturelle Bildung 2018-2021“ im Einzelnen:

 

 

Förderlinie "Teilhabe und Persönlichkeitsentwicklung" der Stiftung Mercator

Projekttitel:
Bühne frei: Schulische Bildungsangebote im Bereich Darstellendes Spiel und ihre Wirkung auf die Persönlichkeitsentwicklung
Projektpartner:
Prof. Dr. Sascha Schroeder, Universität Göttingen / Prof. Dr. Carola Surkamp, Universität Göttingen


Projekttitel:
Musik und Persönlichkeit. Bedingungen und Wirkungen musikalischer Bildungsangebote in Schulen
Projektpartner:
Prof. Dr. Valerie Krupp-Schleußner, Hochschule für Musik Mainz / Dr. Johannes Hasselhorn Musikhochschule Lübeck

Projekttitel:
Musik begleitet. Bedeutung musikalischer Bildungsangebote der Kindheit im Übergang zum Erwachsenenalter
Projektpartner:
Prof. Dr. Andreas Lehmann-Wermser, Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover / Prof. Dr. Veronika Busch, Universität Bremen


Förderlinie "Ethik und Leadership" der Karl Schlecht Stiftung

Projekttitel:
Durch Kulturelle Bildung zu Good Leadership? Theoretische Grundlagen und didaktische Konzepte für eine kulturpädagogische Führungskräftequalifizierung
Projektpartner:
Prof. Dr. Barbara Lämmlein, Frankfurt University of Applied Sciences / Dr. Ulrike Gerdiken, Goethe-Universität Frankfurt
 

 

 

Pressekontakt:

Alexandra Hahn
Telefon: 0201-89 94 35-12
E-Mail: hahn@rat-kulturelle-bildung.de

 

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