Rat für Kulturelle Bildung e. V. –
eine starke Allianz für Kulturelle Bildung!

Der Verein „Rat für Kulturelle Bildung e. V.“ mit Geschäftsstelle in Essen wird von einem Stiftungsverbund getragen, dem sieben Stiftungen angehören. Der Zusammenschluss ermöglicht es den Stiftungen, gemeinsam starke Impulse für die Weiterentwicklung und Verankerung Kultureller Bildung auf zwei Ebenen zu geben:

Diskurspolitik - durch den unabhängiger Expertenrat „Rat für Kulturelle Bildung“
Forschung - durch den „Forschungsfonds Kulturelle Bildung“

24.10.2018

Schulen können von Bibliotheken lernen / Tag der Bibliotheken

Pressemitteilungen

Rat für Kulturelle Bildung empfiehlt in aktueller Studie mehr Kooperationen von Bibliotheken mit Schulen

Die Bedeutung öffentlicher Bibliotheken für Bildung und Kultur nimmt zu – als wesentlicher Bestandteil der Bildungslandschaften vor Ort und im Zuge der Digitalisierung. In diesem Jahr werden Kooperationen von Bibliotheken und Schulen besonders gewürdigt: Am „Tag der Bibliotheken“ am 24. Oktober wird die Stadtbücherei Frankfurt am Main für die Arbeit ihrer Schulbibliothekarischen Arbeitsstelle (sba) mit dem nationalen Bibliothekspreis ausgezeichnet.

Stadt- und Landesbibliothek im Bildungsforum Potsdam. Schüler der 9. Klasse nutzen das vielfaltige Angebot der Bibliothek. Foto: 2015 dbv / Katrin Neuhauser

Dass Schulen und Kitas besonders von Kooperationen mit Bibliotheken profitieren können und die Digitalisierung den Bibliotheken neue Chancen für Kooperationen im Bereich Kulturelle Bildung bietet, geht aus der kürzlich veröffentlichten Studie „Bibliotheken/Digitalisierung/Kulturelle Bildung. Horizont 2018“ hervor. Sie entstand in Kooperation des unabhängigen Expertengremiums „Rat für Kulturelle Bildung“ mit dem Deutschen Bibliotheksverband e. V. (dbv) und wurde von der Robert Bosch Stiftung gefördert.

Die Stadtbücherei Frankfurt ist schon lange ein gutes Beispiel für Kooperationen: Ihre mobilen Teams gehen in die Frankfurter Schulen und bieten mit einem Vor-Ort-Service auf Zeit Beratung und Expertise. „Unsere Studie hat gezeigt, dass die Bereitschaft für solche Kooperationen auch bei vielen anderen Bibliotheksleitungen sehr hoch ist. Besonders die Digitalisierung wird hierbei als Chance gesehen – in der Leseförderung bieten Bibliotheken innovative analoge wie digitale Formate, eine moderne Medienausstattung und oftmals zeitgemäße Lern- und Aufenthaltsräume – zudem verfügen sie über große Erfahrung und Kompetenz. Von all dem könnten Schulen und Kitas noch viel mehr profitieren“, kommentiert Dr. Florian Höllerer, Mitglied des Rates für Kulturelle Bildung und Leiter des Literarischen Colloquiums in Berlin.
 

Empfehlung an Bibliotheken und Schulen
Andere Studien zeigen jedoch, dass im Jahr 2015 bundesweit lediglich 12 Prozent der Ganztagschulen im Primarbereich und nur 10 Prozent der Ganztagsgymnasien mit Bibliotheken kooperierten. Der Rat für Kulturelle Bildung empfiehlt daher den Bibliotheken, die Kooperationen mit Schulen, Vorschulen, Kindergärten und anderen Bildungs- und Kultureinrichtungen aktiv anzugehen und systematisch auszuweiten. „Gerade für die literarische Bildung bietet die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Bibliotheken unter den Bedingungen der Digitalisierung hervorragende Möglichkeiten“, so Prof. Dr. Eckart Liebau, Vorsitzender des Rates für Kulturelle Bildung. 

Große Potenziale für die Leseförderung und Medienbildung liegen auch in den Schulbibliotheken, die durch öffentliche Bibliotheken gestärkt werden könnten: mit ihrem Wissen über das Zusammenspiel von analogen und digitalen Medien, ihrer Kultur des Zuhörens, ihrem Erfahrungsschatz in der Leseförderung und ihrer Infrastruktur.

Studie „Bibliotheken/Digitalisierung/Kulturelle Bildung. Horizont 2018“
Weitere Ergebnisse der Studie, die am 06. September 2018 veröffentlicht wurde, und daraus abgeleitete Empfehlungen thematisieren die finanzielle und personelle Ausstattung der öffentlichen Bibliotheken sowie ihre analogen und digitalen Angebote Kultureller Bildung. Das PDF der Studie ist abrufbar unter www.rat-kulturelle-bildung.de/publikationen.

Über den Rat für Kulturelle Bildung
Der Rat für Kulturelle Bildung ist ein unabhängiges Beratungsgremium, das sich umfassend mit der Lage und der Qualität Kultureller Bildung in Deutschland befasst. Ihm gehören dreizehn Mitglieder an, die verschiedene Bereiche der Kulturellen Bildung repräsentieren: Tanz- und Theaterpädagogik, Musik- und Literaturvermittlung, Bildungsforschung, Erziehungswissenschaften, Medienpädagogik, Pädagogik, Politische Bildung, Soziologie, Kulturelle Bildung und die Künste.

Der Rat für Kulturelle Bildung ist eine Initiative der Bertelsmann Stiftung, Deutsche Bank Stiftung, Karl Schlecht Stiftung, PwC-Stiftung, Robert Bosch Stiftung, Stiftung Mercator und der Stiftung Nantesbuch.

Fotos: Eine Auswahl an Pressebildern zur Studie steht auf www.rat-kulturelle-bildung.de unter „Service“ zum Herunterladen bereit. Bitte beachten Sie jeweils das Copyright.

Social Media: Die Geschäftsstelle des Rates für Kulturelle Bildung @RatKuBi kommuniziert auf Twitter zur Bibliotheksstudie unter dem Hashtag #bibstudie.

 

Pressemitteilung als PDF

 

Zur Studie

 

 

Pressekontakt:
Alexandra Hahn
Rat für Kulturelle Bildung e. V.
Huyssenallee 78-80
45128 Essen
Telefon: 0201-89 94 35-12
E-Mail: hahn@rat-kulturelle-bildung.de