Rat für Kulturelle Bildung e. V. –
eine starke Allianz für Kulturelle Bildung!

Der Verein „Rat für Kulturelle Bildung e. V.“ mit Geschäftsstelle in Essen wird von einem Stiftungsverbund getragen, dem sieben Stiftungen angehören. Der Zusammenschluss ermöglicht es den Stiftungen, gemeinsam starke Impulse für die Weiterentwicklung und Verankerung Kultureller Bildung auf zwei Ebenen zu geben: Diskurspolitik (unabhängiger Expertenrat „Rat für Kulturelle Bildung“), und Forschung („Forschungsfonds Kulturelle Bildung“).

22.03.2019

Rückblick auf die Tagung „Welche Forschung braucht die Kulturelle Bildung?“

Aktuelles

Das Forschungsfeld zur Kulturellen Bildung hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt: So konnten beispielsweise relevante Erkenntnisse aus der empirischen Forschung zu Wirkungen und Effekten von Angeboten Kultureller Bildung erzielt werden, aber auch neue Forschungsfelder wie „Digitalisierung in der Kulturellen Bildung“ erschlossen werden. Daher ist es an der Zeit eine Art Zwischenbilanz zu ziehen: Welche Befunde aus der Forschung liegen aktuell vor? Welche Diskurse sind gegenwärtig besonders relevant? Und wie steht es um die Praxisrelevanz der Forschungsergebnisse?

Philosophisches Seminar (Foto: WWU / Jan Lehmann)

Auf der Tagung „Welche Forschung braucht die Kulturelle Bildung? Aktuelle Befunde, Diskurse und Praxisfelder“, die vom 14. bis 15. März in den Räumlichkeiten der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster stattfand, ging es in den zahlreichen Vorträgen und Workshops darum, unter anderem Antworten genau auf diese Fragestellungen zu finden. Zum einen wurde bilanziert, welche Befunde aus der Forschung derzeitig vorliegen und welche Forschungslücken identifiziert werden können.

Tagungseröffnung (Foto: Bastian Arnholdt)

So resümierte beispielsweise Prof. Sascha Schroder in seiner Keynote „Transfereffekte zwischen Musik und Sprache: Mythos oder Realität?“, dass Verbindungen zwischen Sprache und Musik bei Kindern empirisch nachweisbar sind, wobei für Transfereffekte auf andere Bereiche nur wenige Evidenzen vorliegen. Musikalische Früherziehung im Kitabereich kann demnach positiven Einfluss auf die Sprachentwicklung von Kindern haben.

Keynote Prof. Sascha Schröder (Foto: B. Arnholdt)

Zum anderen wurden aktuelle Forschungsfelder und das Verhältnis zur Vermittlungspraxis diskutiert. Am Beispiel der Musikvermittlung machte beispielsweise Prof. Andrea Tober in ihrer Keynote deutlich, welche Vorurteile, Ansprüche und Mythen hier vorliegen, und appellierte für einen besseren Austausch zwischen Vermittlung und Forschung.

Der erste Tag endete mit einem Abendtalk zum Thema „Welche Forschung braucht die Kulturelle Bildung?“, moderierte von Peter Grabowski und aufgezeichnet vom WDR 3.

Abendtalk im Schlossgarten Café (Foto: B. Arnholdt)

Die Frage wurde von Heike Kropff, Prof. Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss, Esther Pürgstaller, Prof. Nils Neuber, Prof. Sascha Schroeder und Dr. Tobias Diemer, sowohl aus der Forschungs- und Praxisperspektive als auch aus der Perspektive einer Förderinstitution diskutiert. Übertragen wird der Abendtalk am 14.04., um 18:04 Uhr auf WDR 3.

Unter den rund 140 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich in den Panels und Workshops aktiv in die Tagung einbrachten, arbeiten viele in Forschungsvorhaben, die im Rahmen der Förderlinien des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Forschungsfonds Kulturelle Bildung des Stiftungsverbundes Rat für Kulturelle Bildung e.V. gefördert werden. Den Austausch und die Vernetzung zwischen insbesondere auch diesen Forschungsvorhaben zu intensivieren, war ein weiteres Ziel der Tagung. Die unterschiedlichen Themen und methodischen Ansätze innerhalb der Vorträge und Workshops boten hierfür eine hervorragende Gelegenheit, die intensiv genutzt wurde.

Workshop (Foto: B. Arnholdt)

Das sehr heterogene Feld der Kulturellen Bildung benötigt – so könnte man abschließend resümieren – sowohl qualitative als auch quantitative Forschungsansätze, stetige Reflexion zu Grundbegriffen und Methoden sowie konstruktiven Austausch zwischen Vermittlungspraxis und Wissenschaft, aber auch weiterhin Offenheit gegenüber interdisziplinären Ansätzen in der Forschung.   

Die Tagung „Welche Forschung braucht die Kulturelle Bildung? Aktuelle Befunde, Diskurse und Praxisfelder“ wurde ermöglicht vom Institut für Sportwissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU), zusammen mit dem Rat für Kulturelle Bildung e. V. im Projekt „Forschungsfonds Kulturelle Bildung“, gefördert von der Stiftung Mercator und der Karl Schlecht Stiftung.

Tagungsprogramm


Pressemitteilung zur Tagung

 

Abendlicher Ausklang im Schlossgarten Café (Foto: B. Arnoldt)