Rat für Kulturelle Bildung e. V. –
eine starke Allianz für Kulturelle Bildung!

Der Verein „Rat für Kulturelle Bildung e. V.“ mit Geschäftsstelle in Essen wird von einem Stiftungsverbund getragen, dem sieben Stiftungen angehören. Der Zusammenschluss ermöglicht es den Stiftungen, gemeinsam starke Impulse für die Weiterentwicklung und Verankerung Kultureller Bildung auf zwei Ebenen zu geben:

Diskurspolitik - durch den unabhängiger Expertenrat „Rat für Kulturelle Bildung“
Forschung - durch den „Forschungsfonds Kulturelle Bildung“

05.03.2020

Vorschau des Rates für Kulturelle Bildung e. V. 2020-21

Pressemitteilungen

Expertenrat „Rat für Kulturelle Bildung“

In den Jahren 2020 bis 2021 konzentriert sich der Rat für Kulturelle Bildung besonders auf bildungs-, jugend- und kulturpolitische Themen. Es geht darum, die für die Kulturelle Bildung wichtigsten Entwicklungsaufgaben als ressortübergreifende Herausforderungen sichtbar zu machen. Die Ergebnisse werden in drei Handreichungen zusammengefasst, die den politischen Adressaten auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene sowie der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Die erste Handreichung richtet sich an die Bildungspolitik und spricht zentrale Elemente einer kulturellen Schulentwicklung allgemeinbildender Schulen an: Unterricht, Ganztag und Bildungspartnerschaften sowie Aus-, Fort- und Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer und des weiteren pädagogischen Personals.

„Schulen können zentrale Kulturorte in der lokalen Bildungslandschaft werden und im Verbund mit den anderen Akteuren Kultureller Bildung nachhaltig künstlerische und ästhetische Interessen und Fertigkeiten anregen und verstärken. Dafür müssen sich Schulen, Institutionen der Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie die lokalen Bildungsnetzwerke vielfältigen Herausforderungen stellen. Lösungen sind nicht selbstverständlich gegeben; sie erfordern ein systematisches Zusammenwirken auf politischer und lokaler Ebene“, sagt Eckart Liebau, Vorsitzender des Expertengremiums.

Das Expertengremium legt in allen Publikationen ein Verständnis von Kultureller Bildung als öffentlichem Gut zugrunde. Danach muss Kulturelle Bildung allgemein zugänglich sein, um individuelle sowie gesellschaftliche Wirkungen entfalten zu können. Dies hält der Expertenrat vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Transformationsprozesse wie Digitalisierung, einer zunehmend diverser werdenden Gesellschaft sowie der unterschiedlichen Angebotslage Kultureller Bildung in Städten und dem ländlichen Raum für besonders wichtig.

Die erste Publikation der neuen Reihe ist für September 2020, die beiden weiteren sind für Ende 2020 und Frühjahr 2021 geplant. Die Veröffentlichung zur Jugendpolitik wird sich unter anderem mit Selbstlernprozessen von Jugendlichen befassen, die Publikation zur Kulturpolitik mit Kultureller Bildung in Kulturinstitutionen.

 

Forschungsfonds Kulturelle Bildung

Im Jahr 2020 werden erste Zwischenergebnisse der vier geförderten Forschungsprojekte vorliegen. Die interdisziplinären Projekte gehen der Frage nach, wie Angebote Kultureller Bildung in der Schule sowie in der Fort- und Weiterbildung angehender Führungskräfte beschaffen sein müssen, um Persönlichkeitsentwicklung, Teilhabe beziehungsweise Good Leadership zu befördern. Beteiligt sind Projektteams der Frankfurt University of Applied Sciences, der Hochschule für Musik Mainz, der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, der Musikhochschule Lübeck, der Universität Bremen und der Universität Göttingen. Ende 2018 starteten die Forschungsvorhaben im Rahmen des Projektes „Forschungsfonds Kulturelle Bildung“. Gefördert wird das Projekt durch die Stiftung Mercator und die Karl Schlecht Stiftung.

Neben einem wechselseitigen Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis werden die Themen im Forschungsfonds unter anderem durch Veranstaltungen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht:

Tagung


Zukunft durch kulturelle Bildung gestalten – Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis
Donnerstag, 14.05.2020, 9.30 Uhr – 17.00 Uhr

Eine Veranstaltung des Stiftungsverbundes Rat für Kulturelle Bildung e.V. und der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz

Die Tagung beleuchtet die Potenziale Kultureller Bildung im Kontext aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen. Drei Themenfelder stehen dabei im Fokus: Synergien kultureller und politischer Bildung, Bildungsgerechtigkeit in Schulen sowie zeitgemäße Führungskonzepte in Wirtschaft und Kultur. Impulsvorträge von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis, Best-Practice-Beispiele sowie Forschungsergebnisse aus Projekten des Vereins Rat für Kulturelle Bildung bilden die Grundlage für die Debatten der Veranstaltung. Mehr Informationen finden Sie auf der Startseite.

 

Forschungsprojekte im Forschungsfonds Kulturelle Bildung 2018-2021 im Überblick:

Förderlinie „Teilhabe und Persönlichkeitsentwicklung“ der Stiftung Mercator

Mit dem Ausbau der Ganztagsschulen seit 2003 spielt auch die Förderung durch kulturelle Bildungsangebote an Schulen eine wichtige Rolle. Kunst, Musik, Tanz und Darstellendes Spiel befördern die Persönlichkeits- und Kompetenzentwicklung von Kindern und Jugendlichen – das zeigten 2017 Ergebnisse von Projekten im „Forschungsfonds Kulturelle Bildung“. Doch es gibt noch zahlreiche offene Fragen dazu, was ein gelungenes kulturelles Bildungsangebot in Schule ausmacht. Seit 2018 untersuchen deshalb drei Forschungsprojekte, in welcher Weise kulturelle Aktivitäten wirken und wie es gelingen kann, optimal ausgestaltete Bildungsangebote fest in möglichst vielen Schulen zu verankern. Aus den 2021 vorliegenden Ergebnissen und Handlungsempfehlungen können Schulen lernen.

Zwischenergebnisse liegen im Sommer 2020 vor.


Projekttitel:
Bühne frei: Schulische Bildungsangebote im Bereich Darstellendes Spiel und ihre Wirkung auf die Persönlichkeitsentwicklung
Projektpartner:
Prof. Dr. Sascha Schroeder und Prof. Dr. Carola Surkamp, Universität Göttingen
 

Projekttitel:
Musik und Persönlichkeit. Bedingungen und Wirkungen musikalischer Bildungsangebote in Schulen
Projektpartner:
Prof. Dr. Valerie Krupp-Schleußner, Hochschule für Musik Mainz / Dr. Johannes Hasselhorn, Musikhochschule Lübeck


Projekttitel:
Musik begleitet. Bedeutung musikalischer Bildungsangebote der Kindheit im Übergang zum Erwachsenenalter
Projektpartner:
Prof. Dr. Andreas Lehmann-Wermser, Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover / Prof. Dr. Veronika Busch, Universität Bremen

 

Förderlinie „Ethik und Leadership“ der Karl Schlecht Stiftung

Der Einsatz von Kultureller Bildung ist in der Personalentwicklung angekommen: Gerade bei der Entwicklung persönlicher, kreativer und sozialer Kompetenzen wird der praktischen wie theoretischen Auseinandersetzung mit den Künsten eine besondere Wirksamkeit zugesprochen. Neben dem Einsatz in der Ausbildung gibt es bereits Beispiele renommierter Unternehmen, die auf eine entsprechende Fortbildung mit Kunst und Kultur bei der Qualifizierung von Führungskräften setzen. Ob und wie sich Kulturelle Bildung – als Bildung mit und die Künste – tatsächlich auf Führungsqualifikation und -qualität auswirkt, untersucht das seit Ende 2018 laufende Forschungsprojekt „Durch Kulturelle Bildung zu Good Leadership?“.

Zwischenergebnisse liegen im Frühjahr/Sommer 2020 vor.


Projekttitel:

Durch Kulturelle Bildung zu Good Leadership? Theoretische Grundlagen und didaktische Konzepte für eine kulturpädagogische Führungskräftequalifizierung

Projektpartner:
Prof. Dr. Barbara Lämmlein und Prof. Dr. Ulrike Gerdiken, Frankfurt University of Applied Sciences

 

Über den Rat für Kulturelle Bildung e. V.
Der Verein „Rat für Kulturelle Bildung e. V.“ mit Geschäftsstelle in Essen wird von einem Stiftungsverbund getragen, dem sieben Stiftungen angehören: Bertelsmann Stiftung, Deutsche Bank
Stiftung, Karl Schlecht Stiftung, PwC-Stiftung, Robert Bosch Stiftung, Stiftung Mercator, Stiftung Nantesbuch. Der Zusammenschluss ermöglicht es den Stiftungen, gemeinsam starke Impulse für die Weiterentwicklung und Verankerung Kultureller Bildung auf zwei Ebenen zu geben:
Diskurspolitik (unabhängiger Expertenrat „Rat für Kulturelle Bildung“), und Forschung („Forschungsfonds Kulturelle Bildung“).

Stand: 5. März 2020 (Änderungen vorbehalten)

PM als PDF

Pressekontakt:
Alexandra Hahn
Telefon: 0201-89 94 35-12
E-Mail: hahn@rat-kulturelle-bildung.de