Rat für Kulturelle Bildung e. V. –
eine starke Allianz für Kulturelle Bildung!

Der Verein „Rat für Kulturelle Bildung e. V.“ mit Geschäftsstelle in Essen wird von einem Stiftungsverbund getragen, dem sieben Stiftungen angehören. Der Zusammenschluss ermöglicht es den Stiftungen, gemeinsam starke Impulse für die Weiterentwicklung und Verankerung Kultureller Bildung auf zwei Ebenen zu geben:

Diskurspolitik - durch den unabhängiger Expertenrat „Rat für Kulturelle Bildung“
Forschung - durch den „Forschungsfonds Kulturelle Bildung“

11.10.2021

Expertenrat übergibt Ergebnisse aus zehn Jahren an Kulturstiftung der Länder

Pressemitteilungen Aktuelles

Grundlagen zu Kultureller Bildung sollen 2022 auf Online-Portal vielseitig nutzbar sein

Der digitale Wandel hat neue Kulturräume geschaffen, Schule ist ein entscheidender Kulturort für Kinder und Jugendliche, und Eltern sehen die Vermittlung kulturellen Wissens als wichtiges Bildungsziel an – das sind einige der zentralen Befunde des unabhängigen Expertengremiums Rat für Kulturelle Bildung aus den letzten zehn Jahren. Der Stiftungsverbund Rat für Kulturelle Bildung e. V. übergibt nun sämtliche von ihm publizierten Ergebnisse zu Themen der Kulturellen Bildung an die Kulturstiftung der Länder. Dazu gehören Denkschriften zu Grundlagen der Kulturellen Bildung, Positionspapiere, Stellungnahmen und politische Handreichungen sowie repräsentative Studien und Veröffentlichungen zu empirischen Forschungsprojekten.

 

Neues Online-Portal für Kulturelle Bildung
Seit 2012 analysieren die Mitglieder des Expertenrates aus Wissenschaft und Praxis differenziert die Lage und Qualität der Kulturellen Bildung in Deutschland. Die Aktivitäten des Vereins, der von sieben Stiftungen als Verbundprojekt gegründet wurde, kommen mit Ablauf der dritten Förderperiode Mitte 2022 zum Abschluss. Der Stiftungsverbund ermöglicht jetzt gemeinsam mit der Kulturstiftung der Länder, dass die Erkenntnisse ab Herbst 2022 in neuer Form auf einem Online-Portal zugänglich sein werden.

Mitglieder des Stiftungsverbundes sind die Bertelsmann Stiftung, die Deutsche Bank Stiftung, die Karl Schlecht Stiftung, die PwC-Stiftung, die Robert Bosch Stiftung, die Stiftung Kunst und Natur und die Stiftung Mercator.

„Die Kulturstiftung der Länder ist als öffentlich getragene und renommierte Institution unser Wunschpartner für eine Übernahme der erarbeiteten Erkenntnisse. So stehen die inspirierenden Denkanstöße der elf Mitglieder des interdisziplinären Expertengremiums sowie die Forschungsergebnisse aus dem Forschungsfonds Kulturelle Bildung Interessierten aus Politik, Wissenschaft und Praxis der Kulturellen Bildung weiterhin für einen lebendigen Austausch zur Verfügung“, sagt Helmut Seidenbusch, Vorstandsmitglied des Vereins Rat für Kulturelle Bildung und Leiter Kulturelle Bildung der Stiftung Mercator.

Dazu Prof. Dr. Markus Hilgert, Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder: „Dass möglichst vielen Menschen kulturelle Teilhabe ermöglicht wird, ist ein Kernanliegen der Kulturstiftung der Länder. Der Rat für Kulturelle Bildung hat sich um die wissenschaftliche Untersuchung von Methoden und um die Wirkungsforschung im Bereich der Kulturellen Bildung verdient gemacht. Dass deren Materialien und Forschungsergebnisse in dem im Aufbau befindlichen digitalen Schaufenster für Kulturelle Bildung in Deutschland einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen werden, freut mich sehr. Ich bin überzeugt, dass sie ein großer Gewinn für die Akteure der Kulturellen Bildung sein werden und auch künftig Diskurse in diesem Bereich bereichern.“
 

Erkenntnisse als Basis und Auftrag für die Politik
Seit seiner Gründung hat der Verein durch den Expertenrat und den Forschungsfonds dazu beigetragen, dass der Stellenwert und die Wahrnehmung Kultureller Bildung auch außerhalb der engeren Fachkreise gewachsen sind. Das Beratungsgremium hat regelmäßig öffentlich Stellung zu einschlägigen Themen wie dem Bildungs- und Teilhabepaket und dem Recht auf Ganztagsbetreuung in Grundschulen bezogen und seine fachliche Kompetenz in die politische Ausschussarbeit sowie bei wissenschaftlichen Fachveranstaltungen eingebracht.

Die fünf zentralen Denkschriften des Expertenrates umfassen Themen wie Qualität, Teilhabe, Grundversorgung und Transformationsprozesse in der Kulturellen Bildung. Mit seinen jüngsten drei politischen Handreichungen, die sich dezidiert an die Bildungs-, Jugend- und Kulturpolitik richten, hat der Verein Grundlagen für langfristiges politisches Handeln und Entscheiden gelegt.
 

Wirkung Kultureller Bildung
Die Kernarbeit des Rates wurde von bundesweiten, repräsentativen Studien flankiert, die Umfragen und Analysen erfolgten in Kooperation mit renommierten Meinungsforschungsinstituten wie dem Institut für Demoskopie Allensbach. Um die Arbeit des Expertenrates auch mit empirischen Forschungsergebnissen zu untermauern, startete 2015 ein Pionierprojekt: Mit dem Forschungsfonds Kulturelle Bildung wurde erstmals in Deutschland Forschung gefördert, die verschiedene Annahmen bezüglich der Wirkung Kultureller Bildung empirisch untersucht. Zehn Forschungsteams von rund 20 Forschungseinrichtungen haben neue Erkenntnisse dazu gewonnen. Untersucht wurde vor allem – schwerpunktmäßig an Schulen –, wie sich kulturelle Angebote auf die Persönlichkeitsentwicklung und auf die kulturelle Teilhabe auswirken.
 

Viele starke Stimmen für Kulturelle Bildung
Der Verein Rat für Kulturelle Bildung hat die Landschaft etablierter Verbände und Institutionen im Feld der Kulturellen Bildung um eine weitere, kritisch-konstruktive Stimme ergänzt. „Die letzten zehn Jahre haben gezeigt: Kulturelle Bildung braucht viele starke Stimmen, um politisches Gewicht zu entwickeln und in der Gesellschaft wahrgenommen zu werden. Kulturelle Bildung als Teil eines Netzwerkes mit Akteuren aus Kunst und Kultur, schulischen und außerschulischen Bildungswelten funktioniert nur, wenn sie als gemeinschaftliche Aufgabe verstanden wird“, sagt Prof. Dr. Eckart Liebau, Vorsitzender des Expertengremiums Rat für Kulturelle Bildung.

Lutz Roschker, Vorstand des Rates für Kulturelle Bildung e. V. sowie der PwC-Stiftung als einer von sieben Mitgliedsstiftungen des Vereins: „Wir sind froh, in den letzten zehn Jahren wertvolle Beiträge zu einer besseren Kulturellen Bildung geleistet und damit auch auf politischer Ebene für so manches ‚Aha-Erlebnis‘ gesorgt zu haben. Diese Beiträge zeigen unter anderem die Wirkweise Kultureller Bildung auf die Entwicklung und Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen, liefern konstruktive wissenschaftlich fundierte Kritik an der praktischen Handhabung und geben aktuelle Handlungsempfehlungen für eine wirksame Kulturelle Bildung.“
 

Über den Stiftungsverbund
Der Verein Rat für Kulturelle Bildung e. V. mit seiner Geschäftsstelle in Essen wird von einem Stiftungsverbund getragen, dem sieben Stiftungen angehören: die Bertelsmann Stiftung, die Deutsche Bank Stiftung, die Karl Schlecht Stiftung, die PwC-Stiftung, die Robert Bosch Stiftung, die Stiftung Kunst und Natur und die Stiftung Mercator.
Die Stiftungen verbindet die Wertschätzung von ästhetischen Erfahrungen sowie künstlerischen Arbeits- und Ausdrucksformen als unverzichtbarem Teil von Bildung. Der Zusammenschluss zu einer Allianz für die Kulturelle Bildung ermöglicht es den Stiftungen, gemeinsam starke Impulse für die Weiterentwicklung und Verankerung dieses Teils von Bildung in der Gesellschaft zu geben. Der Zusammenschluss ermöglicht es den Stiftungen, gemeinsam starke Impulse für die Weiterentwicklung und Verankerung Kultureller Bildung auf zwei Ebenen zu geben:
Diskurspolitik - durch den unabhängiger Expertenrat „Rat für Kulturelle Bildung“
Forschung - durch den „Forschungsfonds Kulturelle Bildung“
Pressekontakt:
Alexandra Hahn
Rat für Kulturelle Bildung e. V.
Kommunikationsmanagerin
Telefon: 0201-89 94 35-12 / 0171-1867000
E-Mail: hahn(at)rat-kulturelle-bildung.de
 
Information zum Online-Portal für Kulturelle Bildung:
Das neue Online-Portal der Kulturstiftung der Länder wird das umfangreiche Wissen sowie Themen und Trends zur Kulturellen Bildung bündeln und vermitteln. Es soll damit Diskurse anregen und die bundesweite, fachliche Vernetzung aller Akteure der Kulturellen Bildung aus der Kultur- und Bildungspraxis, aus der Zivilgesellschaft, der Wissenschaft sowie aus Politik und Verwaltung stärken. Es wird sowohl als kuratiertes Schaufenster mit Blick auf den Status quo fungieren, als auch Startpunkt für die Weiterentwicklung des Feldes sowohl im digitalen als auch im analogen Raum sein. Das Portal wird im Herbst 2022 veröffentlicht.
Förderer: Stiftung Mercator
Pressekontakt:
Hans-Georg Moek
Kulturstiftung der Länder
Leiter Kommunikation
Telefon: 030-893 63 5 29
E-Mail: presse(at)kulturstiftung.de

 

Veranstaltung

10. November 2021, 10.00 Uhr bis 17.30 Uhr
Digitaler Fachtag:
Kulturelle Bildung heute und in Zukunft – 10 Jahre Rat für Kulturelle Bildung e. V.
(via Livestream und Zoom)

Mit einem digitalen Fachtag blickt der Verein Rat für Kulturelle Bildung gemeinsam mit Akteuren der Kulturellen Bildung auf Erkenntnisse aus den letzten zehn Jahren und gibt Impulse für die Zukunft der Kulturellen Bildung.
Der erste Teil des Tages widmet sich in mehreren Workshops den wichtigsten Ergebnissen aus der Arbeit des Expertenrates und des Forschungsfonds.
Via Livestream stellen im zweiten Teil der Stiftungsverbund und die Kulturstiftung der Länder ihre Kooperation zum im Aufbau befindlichen Online-Portal für Kulturelle Bildung vor und sprechen in einer abschließenden Diskussionsrunde mit weiteren Gästen über die zentralen Herausforderungen für die Zukunft der Kulturellen Bildung.

Das komplette Programm ist hier veröffentlicht. Anmeldeschluss für die Zoom-Workshops mit begrenzter Teilnehmerzahl ist der 25. Oktober 2021. Der Livestream ist auf der Website des Rates frei zugänglich.


Im Rahmen einer weiteren, nicht-öffentlichen Veranstaltung werden die Ergebnisse, die im Laufe der vergangenen zehn Jahre erarbeitet wurden, an Karin Prien, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein sowie ab 2022 Vorsitzende der Kultusministerkonferenz (KMK) und an Prof. Dr. Markus Hilgert, Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder, übergeben.

 

Pressemitteilung als PDF