26.04.2018

Thomas Krüger ist neues Mitglied im Rat für Kulturelle Bildung

Der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, ist neues Mitglied im Rat für Kulturelle Bildung. Ab sofort verstärkt der ehemalige DDR-Bürgerrechtler, Mitglied des Bundestages a.D., das unabhängige Beratungsgremium insbesondere durch seine Expertise in den Bereichen Politik und Zivilgesellschaft. Prof. Dr. Eckart Liebau, Vorsitzender des 13-köpfigen, unabhängigen Expertenrates zur Entscheidung für den 58-Jährigen: „Die Expertise von Thomas Krüger ist weit gefächert. Von der evangelischen Theologie über seine zivilgesellschaftlichen Erfahrungen in zwei deutschen Staaten hinaus bringt er auch unmittelbare Erfahrung über die Arbeit der Exekutive mit und seit langen Jahren auch den Blick der politischen Bildung. Gerade in diesem Zusammenhang hat er immer stärker auch die Bedeutung der Kulturellen Bildung betont. Thomas Krüger wird unseren Diskurs und damit unser Wirken für die notwendige gesellschaftliche Debatte zur Grundversorgung mit Kultureller Bildung für alle Menschen in Deutschland entscheidend bereichern. Ich freue mich sehr über seine Zusage.“

Die Motivation für sein künftiges Engagement in dem von sieben Stiftungen getragenen Expertenrat beschreibt Krüger wie folgt: „Politische und Kulturelle Bildung gehören für mich zusammen. Beide Ansätze suchen Antworten auf die Frage, wie Menschen sich Welt aneignen, darin leben und handeln können. Da die zurzeit dominierenden gesellschaftlichen und politischen Konflikte vorwiegend kultureller Natur sind, werden kulturelle und politische Bildung aktuell stark herausgefordert, ihre Potenziale gemeinsam neu auszuloten. Nicht zuletzt aufgrund meiner ostdeutschen Herkunft weiß ich, dass es dabei auch darum gehen muss, das Widerständige herauszuarbeiten, das beiden Bildungsweisen eigen ist. Nicht durch Weltflucht im Sinne politischer Enthaltsamkeit kann Kunst ihre Autonomie und kulturelles Lernen seine Distanz bewahren, sondern durch Kritik, Irritation und Wissen um die Bedingungen von Handlungsfähigkeit, wie sie die politische Bildung vermittelt.“

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