Rat für Kulturelle Bildung

Selbstverständnis und Aufgaben

Der Rat für Kulturelle Bildung ist ein unabhängiges Beratungsgremium, das sich umfassend mit der Lage und der Qualität Kultureller Bildung in Deutschland befasst. Ihm gehören 14 Mitglieder an, die verschiedene Bereiche der Kulturellen Bildung repräsentieren: Tanz- und Theaterpädagogik, Musik- und Literaturvermittlung, Bildungsforschung, Erziehungswissenschaften, Pädagogik, Kulturwissenschaften, Neurowissenschaften, Medien, Kulturpolitik, Kulturelle Bildung und die Künste.

Mit dem von einem Stiftungsverbund berufenen Expertenrat gibt es erstmalig eine von politischen und sonstigen Interessen unabhängige fachliche Expertise, die das Feld der Kulturellen Bildung interdisziplinär betrachtet. Der Rat richtet sich mit seinen Analysen und Empfehlungen an eine breite Öffentlichkeit. Insbesondere ist es sein Ziel, mit den Verantwortlichen und Handelnden in Politik, Wissenschaft und Praxis der Kulturellen Bildung in ein intensives Beratungsgespräch zu kommen und dabei neben dem Handlungsbedarf auch neue Wege aufzuzeigen.

Der Rat wird jährliche Gutachten veröffentlichen, darüber hinaus öffentlich zu einschlägigen Themen Stellung nehmen und damit seine fachliche Kompetenz aktiv sowie auf Nachfrage in die Beratungen einbringen.

Kulturelle Bildung

Unter Kultureller Bildung versteht der Rat die Allgemeinbildung in den Künsten und durch die Künste. Diese umfasst auch die Bildung von Fähigkeiten und Haltungen, die es Menschen ermöglichen, die Welt und das eigene Leben unter ästhetischen Gesichtspunkten wahrzunehmen und zu gestalten.

Ziele und Herausforderungen

Ästhetische Wahrnehmung, Erfahrung und Praxis stellen einen Weltzugang eigener Art dar. Der Rat macht es sich zur Aufgabe, diese Dimension von Bildung in ihrem Eigenwert sichtbar zu machen und deren Anerkennung zu fördern. Er bringt Expertise aus Wissenschaft und künstlerischer Praxis zusammen. Dabei versteht er sich als Werkstatt offenen und kritischen Denkens und bietet eine Plattform des Austauschs auch über den Kreis der Ratsmitglieder hinaus. Der Rat gibt Impulse für die Praxis, die Politik und die Wissenschaft, z. B. durch Expertisen und Empfehlungen zu aktuellen Themen, Jahresgutachten und Fachgespräche und lädt Interessierte auf allen Ebenen dazu ein, in diesen kritischen Austausch einzutreten. Er will dazu beitragen, Kulturelle Bildung zu einer alltäglich erfahrbaren Wirklichkeit für alle werden zu lassen. Der Begegnung und Auseinandersetzung mit den Künsten kommt dabei besondere Bedeutung zu.