Qualitätsentwicklung Kultureller Bildung in Schulen

Publikationen

Die „Situations- und Bedarfsanalyse zur Qualitätsentwicklung Kultureller Bildung im Bereich Schule“ ist ein Projekt des Rates für Kulturelle Bildung e.V., gefördert durch die Stiftung Mercator. Die Laufzeit des Projekts erstreckte sich von Dezember 2014 bis Dezember 2017. Den Abschluss bilden zwei Publikationen:

Kulturelle Bildung an Ganztagsschulen. Schulleitungsbefragung zur Gestaltung und Qualitätssicherung des kulturellen Ganztagsangebots

Qualitätssicherung Kultureller Bildung in der (Ganztags-)schule. Bestehende Strukturen, Desiderate, Zukunftsoptionen

Die Publikationen bieten einen doppelten, sich ergänzenden Zugang. Sie spiegeln den IST-Stand der Qualitätssicherung Kultureller Bildung im Bereich Schule sowohl aus individueller (Schulleitungen) als auch aus struktureller Sicht. Bedarfe und Entwicklungsfelder werden dabei deutlich und sollen als politische Entscheidungsgrundlage für mögliche weitere Schritte dienen.

Ausgangslage / Bedarf

Für die Umsetzung Kultureller Bildung als zentrale Querschnittsaufgabe formaler und non-formaler Bildung existieren bereits viele praktische Beispiele – es fehlt jedoch an allgemein anerkannten Standards und Qualitätsmerkmalen und einer Bündelung der vorhandenen Ressourcen finanzieller wie inhaltlicher Art. Eine qualifizierte Grundversorgung ist keineswegs gesichert: Verlässliche Daten zur Situation der künstlerischen Fächer in den Schulen liegen nicht vor, der Bereich der Offenen Ganztagsschule ist durch unklare Zuständigkeiten und ein qualitativ heterogenes Personal geprägt, um nur einige Beispiele zu nennen.

Um eine „Alphabetisierung“ in den Künsten im Sinne einer qualitativ hochwertigen und quantitativ hinreichenden Grundversorgung über die Lebensspanne hinweg zu ermöglichen, bedarf es Unterstützungsstrukturen, die dazu beitragen, Kulturelle Bildung als dauerhafte Aufgabe auf nationaler Ebene jenseits von politischen Moden zu sichern.

Projektziele

Vor dem Hintergrund dieser Situation sollte im Rahmen einer „Situations- und Bedarfsanalyse“ geklärt werden, welche Aufgaben und welche Form weitere Unterstützungsstrukturen (zum Beispiel ein Institut) haben könnten:

Analyse des IST-Stands

1.1 Welche qualitätssichernden Maßnahmen gibt es bereits im Bereich Schule (und Kulturelle Bildung) und wie werden sie genutzt und umgesetzt?

1.2 Welche vorhandenen institutionellen Modelle und Strukturen gibt es bereits im Bereich Kulturelle Bildung, an die sich anknüpfen lässt?

1.3 Welche Vorbilder / Modelle gibt es in anderen Bereichen (z. B. in den Naturwissenschaften)? 

Klärung inhaltlicher Aufgaben

2.1 Forschung, Entwicklung von Materialien und Aus- und Fortbildung von  Multiplikatoren

2.2 Transfer in die Praxis unter Bearbeitung von Schnittstellen zwischen formaler, non-formaler und ggf. informeller Bildung (ggf. Schwerpunktbildung)

2.3 Beratung von Entscheidungsträgern in Hinblick auf die politischen Rahmungen

Ausblick auf organisatorische Fragen

3.1 Welche Organisationsformen (zum Beispiel universitäres An-Institut, zusätzliche Abteilung in einer vorhandenen Organisation, separates Institut etc.) sind für die qualitative Sicherung von Kultureller Bildung geeignet?

3.2  Welche Szenarien der kooperativen Trägerschaft (Länder, KMK, Hochschulen, Stiftungen etc.) gibt es?